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Bitte beachten!

Einige Veranstaltungen fallen im Rahmen der aktuellen Landes-Verordnung unter die 2G-Regelung (geimpft, genesen). Dafür ist ein Nachweis (bestenfalls mit QR-Code), sowie euer Personalausweis am Einlass vorzuzeigen. Wer Fälschungen nutzt, muss mit Hausverbot und einer Anzeige rechnen. Es geht um eure Sicherheit und die eurer Mitmenschen: der anderen Gäste, die unseres Teams, sowie der Künstler.

Weiterhin sind zur Zeit nur 30 Personen an Tischgrüppchen mit Abstand zugelassen und es gibt eine Sperrstunde um 22:00.

EINLASS:
19:30
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BITTE BEACHTEN! Dies ist eine 2G-Veranstaltung. Es gelten keine Abstandsregeln oder Maskenpflicht während der Veranstaltung. Bitte haltet dafür am Einlass Impf- oder Genesenen-Nachweis, sowie Personalausweis bereit!
Das Konzert mit Athletic Progression, das eigentlich am heute stattgefunden hätte, wurde leider abgesagt.

Kea & The Rain ist das Projekt des Sängers und Songschreibers Philipp Körber, der gemeinsam mit Frithjof Rödel (Lapsteel-Gitarre) und Adrian Kehlbacher (Kontrabass) seinen eigenen, akustischen, unverstellten Entwurf von Folk und Americana spielt. Im Jahr 2020 haben sie sich zusammengefunden, um ihr neues Album „thousand“ in Live-Sessions aufzunehmen. Das Besondere dieser Produktion ist die konsequente Reduktion der Arrangements auf den puren Klang, damit der Charakter der Songs so direkt wie möglich ins Herz geht.

„Es geht uns darum Lebensfreude, Leidenschaft, Freundschaft und vor allem die Liebe am Musik machen zu teilen.“

Im Lockdown 2020 war klar, eine radikalere Variante des Kea-Sounds soll her: keine Kompromisse, kein Autotune, die Musik sollte ohne Schnickschnack auskommen. Nur mit Kontrabass, Western-/Lapsteel-Gitarre, und natürlich Stimme. „Wir wollten endlich diese Musik aufnehmen und dabei aufs Wesentliche reduzieren!“ Also wurde das neue Album „thousand“ vom Trio ausschließlich in Livesessions aufgenommen. Ein Raum, drei Männer und ihre Instrumente – Punkt. „Musik auf diese Weise zu produzieren fängt am intensivsten den musikalischen Vibe der Band ein und verströmt die Magie des Moments.“
EINLASS:
19:00
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Special Edition “All I Want For Zwistmas Is You”.

„LET’S ZWIST AGAIN“ ist das Showformat, in welchem ein schlagkräftiges Wortgefecht den Fokus auf das einzig Wichtige im Leben legt: die Musik.

Drei ausgewählte Kandidat*innen treten in mehreren Runden in den verbalen Boxring und diskutieren über Lieder, Bands, Genres oder einfach nur die Musik als solches. Pop gegen Punk. Krach gegen Klangfarbe. Bowie gegen Bobo. Den Inhalt bestimmen die sorgfältig vorher ausgewählten Fragen, welche die Kandidat*innen beantworten müssen.

Wer besser argumentiert wird vom Publikum mit einem Punkt belohnt. Nachdem zwei Kandidat*innen KO argumentiert sind wird der ultimative Zwister / die ultimative Zwisterin gekürt.

„LET’S ZWIST AGAIN“ ist ein Showformat, welches dem amerikanischen YouTube Format „Movie Fights“ entlehnt und auf das Thema Musik angepasst wurde. Es will ein wiederkehrendes Event in Erfurter Kulturorten werden, Gespräche über Musik wieder relevant machen und eine gesunde Streitkultur zelebrieren.

EINLASS:
19:30
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Die deutsch-französische Sängerin Nora Benamara und der brasilianische Gitarrist Igor Seiji lernten sich in Weimar kennen und gründeten das Duo Nômade in 2016. In diesem Projekt lassen sie ihre unterschiedlichen musikalischen Welten aufeinandertreffen: Französische Chansons, brasilianische Lieder, klassische Musik und moderner Jazz verschmelzen hier in erfrischenden Arrangements, eigenen Kompositionen und gefühlvoller Improvisation.
Nora Benamara – Gesang
Igor Seiji – Gitarre
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“Dass Max Goldts Werk sehr komisch ist, weiß ja nun jeder gute Mensch zwischen Passau und Flensburg. Dass es aber, liest man genau, zum am feinsten Gearbeiteten gehört, was unsere Literatur zu bieten hat, dass es wahre Wunder an Eleganz und Poesie enthält und dass sich hinter seinen trügerischen Gedankenfluchten die genaueste Komposition und eine blendend helle moralische Intelligenz verbergen, entgeht noch immer vielen, die nur aufs Lachen und auf Pointen aus sind. Max Goldt gehört gelesen, gerühmt und ausgezeichnet.”
– Daniel Kehlmann

»Auf die Unklarheiten in der Systematik der Dinge hinzuweisen ist nur eine der ehrenwerten Aufgaben, denen sich der deutsche Kolumnist Max Goldt verschrieben hat. Kaum einer versteht es so wie Goldt, die vermeintlichen Nebenschauplätze des Lebens ins Auge des Betrachters zu schieben und den heutigen Alltag auf seine Widersprüche und Kuriositäten hin abzutasten.«
– Regula Fuchs, Der Bund, Bern (CH)

»Max Goldt zu hören ist doppelter Genuss, denn seine Kolumnen sind eigentlich ›Lyrics‹, die des Interpreten bedürfen.«
– Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Nur wenig geht über die Texte von Max Goldt, höchstens die Lesung der Texte von Max Goldt durch Max Goldt. Besser geht’s nicht.«
– Westfalenpost

Max Goldt, geboren 1958 in Göttingen, lebt in Berlin. Er bildete zusammen mit Gerd Pasemann das Musikduo „Foyer des Arts“, in welchem er eigene Texte deklamierte. Max Goldt hat zusammen mit Katz zehn Comicbände herausgebracht. Er bereist nicht selten den deutschen Sprachraum als Vortragender eigener Texte. 1997 wurde ihm der Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor verliehen, 1999 der Richard-Schönfeld-Preis für literarische Satire, 2008 der Kleist-Preis und der Hugo-Ball-Preis und 2016 der Göttinger Elch.

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„Remember the name Lucia Cadotsch – you’re going to be hearing a lot of it!“
– The Guardian

Die Schweizer Sängerin schlägt nun mit „LIUN + The Science Fiction Band“, zusammen mit dem Berliner Saxofonisten und Komponisten Wanja Slavin, laut SZ ein Künstler “zwischen Genie und Wahnsinn”, ein ganz neues Soundkapitel auf: Urbane Musik mit dunklen Beats, schillernden Synths und pulsierenden Hooklines. Wanja Slavins vielschichtig orchestrale Arrangements werden getragen von Lucia Cadotschs strahlender Stimme. LIUN kreiert so eine phantasmagorische Welt, eine Synthese aus digitalen und analogen Elementen, ein Spiegelbild unserer so faszinierenden, wie widersprüchlichen Zeit.

Lucia Cadotsch aka LIUN, vocals/synthesizer
Wanja Slavin, synthesizer/saxophon
Andi Fins, keyboards
Andi Haberl (The Notwist, Andromeda Mega Express Orchestra), drums

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Kowskys Debüt „Blinder Fleck“ (8.2.19) klingt, als würde eine frische Brise durch die Briefmarkensammlung der Musikgeschichte wirbeln. Gekonnt mischt der zwischen Erfurt und Berlin hin- und hergerissene Songschreiber 60er Beat und 90er Indie mit saftigem Pop zur lässigen Genre-Eigenkreation „Mini-Rock“. Ein Mix, der Udo Lindenberg so gut gefiel, dass er Kowsky und seiner fantastischen Band den goldenen Hut beim Panikpreis verlieh.

Im Mai 2022 erscheint mit “Krokus Pokus” sein zweites Album, das er mit Band und Chor unter einem alten Kirschbaum in einem magischen Garten aufgenommen hat. Falls die Melodien hier und da an die Beatles erinnern, liegt das vielleicht daran, dass Paul McCartney ihm während seines Musikstudiums in Liverpool höchstpersönlich über die Schulter schaute.

Kowsky ist Zeitgeistreisender. Nach dem coronainfizierten „Standby“ (20.4.21), warf er kurz vor der Bundestagswahl seine aktuelle Single „Herz aus Stroh“ (16.9.21) in den Ring. Seine Stimme erzielt dank ihrer Klangfarbe und rauen Textur einen hohen Wert auf der Wiedererkennungsskala. Sie ist der Überbringer seiner Texte, die wie Origami sind – nur mit Worten. Geschickt faltet er aktuelle Themen zu cleveren Wortspielen, durch die auch immer wieder ein Augenzwinkern blinzelt.

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Präsentiert von: Byte.fm & Pretty in Noise

WÄHREND DIE WELT zu Hause blieb und die musikalische Landschaft in Stille gehüllt war, begab sich Lasse Matthiessen auf die einzige Reise, die für einen verkörperten Melancholiker
sinnvoll war.

Die Route führte in die Vergangenheit: Vorbei an seiner alten Schule in der Hauptstadt Dänemarks, wo er bei der Kopenhagener Sängerknaben sang und an seinem Zuhause mitten in dem nun sehr hippen Stadtviertel „Nørrebro“, wo er aufwuchs und seine ersten Erfahrungen auf dem Schlagzeug und der Gitarre sammelte. Weiter geht es nach Deutschland, in die Schweiz und Österreich, wo er sich in den letzten Jahren als vielreisender Musiker ein großes und treues Konzertpublikum aufgebaut hatte.

Und dann kam Lasse Matthiessen nach seiner langen Reise an. Bis zu dem entscheidenden Moment seines Lebens verkleidet als Erwachsener. Erlebnisse, die das Blut in seinen Adern zum Pumpen und sein Herz zum galoppieren brachten. Ein Rave in Rom, ein Ballsaal in Bordeaux und eine Trennung im pulsierenden Berlin, wo er Monate, sogar Jahre gelebt und gespielt hat.

ALS LASSE MATTHIESSEN vor einigen Jahren ‘When We Collided’ veröffentlichte, war er für Radiokuratoren und Konzertveranstalter richtig durchgeknallt. Der eingängige Track wurde bis jetzt mehr als 890.000 Mal gestreamt und seine folkige DNA gilt seitdem unter Bookern, Kollegen und Newcomern als sein Signature-Sound. Doch eben dieser Sound soll nun aufgebrochen werden. Auf seiner EP „Coordinates Remain“ zeigt Lasse das er auch musikalisch eine Reise gemacht hat, die ihn nun von einer anderen Seite zeigt. Die EP ist für ihn seine wirkungsreichste Veröffentlichung und entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Stockholmer Produzenten Joakim Budde.

»Joakim hat eine eher kommerzielle und elektronische Sichtweise, während ich mit meiner tiefen Stimme und einem komplexeren Genrehintergrund das fast diametrale Gegenteil beisteuere. In der Praxis hat es lange gedauert, genau den Ausdruck zu finden, den ich wollte und in dem ich mich sehen konnte, aber die Mission ist gelungen. Ich habe mir erlaubt, mir in einigen neuen Kontexten zuzuhören, was die Ambition für die Zusammenarbeit war.”

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Das Leben ist bitter. Hinnerk Köhn weiß das. Wächst man wie er in der Peripherie von Schleswig-
Holstein auf, dann ergeben sich aus dem hirnwarmen Nebel ausgeatmeter Schnäpse die besten
Geschichten der Welt. Diese trägt er dann auf Bühnen vor – zur großen Freude seines Publikums und
stets begleitet von einem Lachen, das klingt, als hätte ein 14-Jähriger gerade drei Kippen gegessen.
Egal ob Saufspiele in der Jugend, missglückte Versuche in einem Lebensbereich, den man in seinem
Fall nur mit viel Fantasie “Liebe” nennen kann oder furchtbare Familienfeiern – das Leben ist zwar ein
bitterer Cocktail, aber Hinnerk Köhns Programm der Zuckerrand. Und keine Angst: Politisch wird es
zwischendurch versehentlich auch!
Das alles zusammen ergibt eine wunderbare Melange aus Witz und Melancholie, irgendwie will man
Abstand halten und den 28-Jährigen gleichzeitig in den Arm nehmen. Und das ist es doch, was gute
Comedy ausmacht: Bisschen Albernheit, bisschen Punk, bisschen Schnaps. Frag einfach Hinnerk,
der kennt sich da aus.

Eine Show wie ein Fernet Branca. Am Anfang bitter, aber am Ende ist man glücklich. Zumindest für
eine gewisse Zeit.

„Der beste deutsche Entertainer seit Joseph Goebbels.“
– Moritz Neumeier

„Wieso ist er erst 25 und hat 3 Leben gelebt.“
– Till Reiners

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TIFLIS TRANSIT

„Nostalgisch gehaltener, herrlich melodischer Pop mit Soul-Funk-Charme”
– Lie In The Sound

Das Band-Kollektiv aus Wuppertal, Hannover und Berlin eine mit seiner Debut-EP vier Songs geschaffen, die fast alles können; die es schaffen, jedem und jeder in Strophe 1 das Herz zu brechen, nur damit es im Refrain wieder heilen kann. Songs, an deren Ende man an nichts mehr glaubt, aber irgendwie doch an mehr als zuvor. So als würde man sich dunkel an einen Alptraum erinnern, den man vor zwei Wochen hatte. Definitiv mit Kloß im Hals, aber ohne Angst, sogar mit sehr viel Wohlgefühl.

Trotzdem gibt das Band-Kollektiv um Sänger und Pianisten Fabian Till, Niklas (Bass), Jenny (Schlagzeug, back voc) und Birk (Gitarre, back voc, Prod.) dem Zuhörer immer auch mit: In der unmittelbaren Umgebung gibt es genauso ja auch und vor allem das Schöne, Ungesehene, auf das man seinen Blick richten sollte. Und das können sie dann auch selbst mit einer dezenten Funk-Attitüde.

„Vom Gehörgang ins Herz und dann zurück zum Verstand – so bewegend kann Musik aus Deutschland klingen“ – E1nen hab ich noch


JOHN MOODS

Nach vielen Jahren in der Band Fenster (welche bisher vier LPs und den Film Emocean veröffentlichten) nahm Jonathan Jarzyna den Namen John Moods für sein Soloprojekt an und veröffentlichte 2018 sein Debütalbum The Essential John Moods bei Mansions and Millions. Jetzt, nachdem er seine ersten Solo- Touren abgeschlossen hat, kehrt er mit So Sweet So Nice zurück, welches aufgeteilt in zwei EPs veröffentlicht wird: So Sweet erscheint am 16. April und So Nice am 6. August. Dieses Diptychon wird schließlich in einer Vinyl-LP kulminieren, die am 6. August im physischen Format erscheinen wird.

Wenn The Essential John Moods der Soundtrack zu einer sommerlichen Rucksackreise war, so wirkt der Nachfolger wie die triumphale Heimkehr. Wo das Vorgängeralbum noch verträumt und entrückt wirkte, ist So Sweet So Nice heiter und zentriert, mit federnden Grooves, die das Grübeln über die Sterblichkeit in ein ausgelassenes Fest verwandeln.

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Sam Amidon ist ein Sänger, Geiger, Banjoist und Gitarrist, der ursprünglich aus Vermont, USA, stammt. Er hat sechs Soloalben über die Labels Nonesuch und Bedroom Community veröffentlicht.

Amidons Material für seine Alben besteht oft aus abenteuerlichen Überarbeitungen traditioneller amerikanischer Balladen, Hymnen und Arbeitslieder. Die New York Times schreibt, dass Amidon “alle Songs transformiert, ihre Farben ändert und sie mit Falltüren belädt”. Die Alben waren von Natur aus sehr kooperativ, er lud Musiker wie den Komponisten Nico Muhly, den Gitarristen Bill Frisell und den Trompeter Kenny Wheeler ein.

Sam Amidon hat auch als Gastkünstler mit Musikern wie Bon Iver, Emmylou Harris, Tune-Yards, Pekka Kuusisto und Amidons Frau Beth Orton aufgenommen oder gespielt. Er trat als Solist aber auch mit Ensembles wie dem Kronos Quartet, dem Australian Chamber Orchestra und dem Aurora Orchestra auf.

Seine Live-Shows sind unvergesslich: virtuos, träumerisch, immer wieder konterkariert von Amidons krudem Humor.

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19:30
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Drei junge Damen aus Irland, die Saoirse Duane, Karen Cowley und Caoimhe Barry heißen und sich im Bandnamen auf einen Lindwurm beziehen: Was liegt da näher, als an keltischen Traditionsfolk zu denken? Im Falle von Wyvern Lingo liegt man mit diesem Vorurteil runde 6000 bis 7000 Kilometer daneben, denn das Trio legt einen R’n’B hin, den man eher in Atlanta oder Kalifornien verorten würde – poppig, soulig, cool wo es sein muss und ekstatisch in den Hooks.

Auch wenn die drei Frauen, die sich seit früher Jugend kennen, immer betonen, dass sie gerne Thin Lizzy, Led Zeppelin, Joni Mitchell, Fleetwood Mac, Fleet Foxes und Simon & Garfunkel hören – die wahren Vorbilder liegen doch deutlich und ohne Übertreibung bei Destiny’s Child oder TLC, denn der ausgefuchste und wohlarrangierte Harmoniegesang ist vom Feinsten und ihr Sound muss keine Vergleiche mit amerikanischen Superstars scheuen. Die drei Freundinnen aus Schulzeiten schrecken dabei trotz des groovigen Charakters der Musik nicht vor ernsthaften politischen Themen zurück.

In ihren Zwanzigern haben Wyvern Lingo genug Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gesammelt, dass sie jetzt wissen, wie man große Songs schreibt und gesellschaftliche oder sehr persönliche Erfahrungen in tolle Texte packt. Bereits im Frühjahr haben Wyvern Lingo auf einer ersten Tour unsere Clubs in Tanzhallen verwandelt, beim Reeperbahn Festival haben sie im September einen der gefeiertesten Auftritte hingelegt, zwischendurch hat sie die legendäre Grace Jones eingeladen, bei ihrer Dublin-Show das Vorprogramm zu bestreiten.

“These songs are a collection of experiences both separate and shared. Experiences that shape how we view the world, and how we’ve come to terms with the way our lives have unfolded.” – Wyvern Lingo

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Das Konzert mit Bruckner wurde erneut verschoben. Der neue Termin ist der 4.3.2022. Alle bisher erworbenen Karten behalten ihre Gültigkeit.


Fernab der urbanen Zentren finden die Brüder Jakob und Matti Bruckner wahrhaftige Pop-Momente von mitreißender Brillanz und Tiefe.

 

Mit ihrer neuen Single „Ein Jahr“ verlegen die Brüder Matti und Jakob Bruckner kurzerhand den Afrobeat von Leuten wie Paul Simon oder Vampire Weekend ins östliche Bayern und auch das aufgekratzte „Tischtennistage“ ist Highlife in Regensburg. Dann wieder denkt man kurz an Thees Uhlmann oder Bilderbuch und bald wird einem klar: Diese absolut spezielle, gleichzeitig maximal eingängige Musik hätte natürlich nirgendwo anders entstehen können als genau unter diesen biografischen und geografischen Vorzeichen.

Matti und Jakob wuchsen als zwei von insgesamt fünf Geschwistern in einer überaus musikalischen Familie auf. Der Vater leitete diverse Chöre und auch die musikalische Früherziehung seiner Kinder, vor der Tür lag der Chiemsee. Es war eine Idylle, die aus heutiger Sicht vor allem von zwei musikalischen Erinnerungen dominiert wird: „Ich weiß noch genau, wie wir im Musikkeller meines Vaters zu Beatles-Platten und Mozartinterpretationen von Clara Schumann im Kreis gelaufen sind“, sagt Jakob Bruckner.

Nach der Schule geht Jakob nach Regensburg: Sport Lehramt studieren, erst mal was Vernünftiges machen. Eigentlich ist aber schon damals klar, dass ihm nichts so wichtig ist wie die Musik. Seine Teenagerjahre hat er ebenso wie Bruder Matti in zahlreichen Bands und auf allen möglichen Bühnen verbracht. Nun ist er erst mal auf sich alleine gestellt – bis sein Bruder Matti ebenfalls nach Regensburg kommt: Was so lange vor ihren Füßen lag, nämlich ihre Talente einfach zu kombinieren, erweist sich nun als ideale Lösung. Matti ist der technisch begabte, der im Proberaum Jakobs gewaltigen Input an Texten und Melodien kanalisiert.

Die vier Songs ihrer „Sprungturm EP“ belegen, wie gut diese Arbeitsweise funktioniert. Insgesamt 30 Songs haben Bruckner in den vergangenen zwölf Monaten geschrieben. Vier von ihnen wurden nun gemeinsam mit dem Produzenten Jens Schneider aufgenommen und erscheinen über die kommenden Monate verteilt als Singles, bevor sie schließlich zur „Sprungturm EP“ gebündelt werden. Ein Song für jede Jahreszeit, zu jedem von ihnen gibt es ein Video zu einer sogenannten Sprungturm-Session, gedreht am See der Kindertage, nur 10 Fahrradminuten vom Elternhaus entfernt.

Bruckner sind wie ein Bad in Euphorie, eine Fahrt mit den besten Freunden im VW-Bus an die französische Atlantikküste, der letzte Sommertag, bevor die Tage kälter werden: sie zelebrieren die Kraft des Augenblicks. Und das ist schließlich alles, was sicher ist im Leben.

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19:30
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20:15
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18€
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Im Regenbogen der guten Laune

„Hallo, ihr süßen Mausepüpse. Grumpy Pat ist tot! Mein neues Mindset lautet: Good Vibes Only! Nur wer gelernt hat, sich selbst zu lieben, ist fähig die gesamte Welt zu lieben. Heute ist der erste Tag vom Rest meines Lebens. Blaubeer-Porridge mit Kokoswasser, Hygge-Lifestyle und ein willkürliches Buch mit dem Wort Achtsamkeit im Titel haben mein Gemüt verändert. Schon bald pfeife ich beim Joggen und umarme fremde Menschen. Ich bin der Sonnenschein, der den Morgentau der Frühlingswiese küsst, die menschgewordene Kaschmirdecke im Tiny House, der Selfcare-Coach der Herzen! Menschen? Ich sage JA!“

In humorvollen Kurzgeschichten, Erzählungen und Anekdoten staunt der Autor und Bühnen-poet Patrick Salmen über den Irrsinn dieser Welt. Doch statt sich in den Abgründen des Zynis-mus zu verlieren, macht er sich auf die Suche nach seinem positivsten Ich. Und scheitert am Ende. Vielleicht aber auch nicht.
Im Regenbogen der guten Laune bin ich das Beige – eine spektakuläre Live-Leseshow für die geerdete Elite und den gehobenen Pöbel. Im Prinzip wie Stand-Up-Comedy. Bloß im Sitzen. Und ein bisschen traurig. Sit-Down-Tragedy klingt bloß zu sperrig. Ein Spektakel wird es alle-mal. Ballontiere nicht ausgeschlossen.

Patrick Salmen (*1985 in Wuppertal) ist ein deutscher Satiriker und Schriftsteller. Salmen studierte Germanistik und Geschichte auf Lehramt an der Bergischen Universität Wuppertal. Er gewann die Poetry-Slam-Meisterschaften 2010 in der Bochumer Jahrhunderthalle und arbeitet seitdem als selbstständiger Schriftsteller und Bühnenkünstler. Salmen war Mitglied und Gründer mehrerer Literaturformate u.a. mit Jan-Philipp-Zymny. Mit Torsten Sträter veranstaltete er die Lesebühne Als eine Kuh des Weges kam, fragte es die anderen Pferde in seiner Heimatstadt Wuppertal.

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19:30
BEGINN:
20:15
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23€
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18€
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 Jason Bartsch ist keine gewöhnliche One-Man-Band. In hohem Tempo und mit einem einzigartigen und weirden Zusammenspiel aus tiefgängiger Melodramatik, brachialem Stand-Up und viel Spaß mit einer Unmenge an Sounds schafft der Wahlbochumer es, eine Tour de Force durch alle – seriously: alle – Gefühlswelten zu schaffen. Die Show ist kein gewöhnliches Konzert. Neben den Songs seines 2017 erschienen Debütalbums „4478 Bochum“, denen nichts heilig ist, was sich zu ernst nimmt, präsentiert er an einem Abend die komplette Bandbreite seines Schaffens: Zehrende Songs, brutal-albernen Pop und Texte, die frontal gegen das Böse schlagen. Nirgendwo gibt es eine schönere Symbiose aus Twerk und Ideologiekritik, aus Slapstick und Mariah Carey, aus schamvollem Lachen und emotionaler Verwirrung. Hits, Hits, Hits – und nebenbei etwas zutiefst Menschliches. Nämlich ein junger Mann, der sich selbst nicht einordnen kann, weil es gerade die Menge an Emotionen ist, die ihn eben zu etwas Besonderem macht: Einer One-Man-Band, die nichts weniger möchte, als alles von sich mit dem Publikum zu teilen.

Jason Bartsch, geboren 1994, ist mehrfacher Literaturpreisträger, Moderator und Musiker. 2017 erschien sein Album „4478 Bochum“, die Hitsingle – da ist ihm der Cremant aus dem Gesicht gefallen – erreichte bei Spotify unlängst die völlig irrelevante Marke von über 100.000 Aufrufen. Cool ey, Statistiken zur Positionierung des Bekanntheitsgrads. Privat ein genügsamer Typ mit einem Impostor-Syndrom, das unmenschlich ist und krasser Philosophie- und Literatur-Nerd. Und vielleicht ist gerade das – in Verbindung mit seinem Fußball-Fanatismus und der Leidenschaft für Kartentricks – der Grund für sein großes Interesse an der Verbindung aus Klamauk und tief-unter-die-Haut-Gehendem.

Mit seiner Band und seiner wilden Vorliebe für absurde Geschichten und ernsthafte Ansprachen. Neben Fahrrädern, Hunden und Katzen geht es auch um die verlorene und gewonnene Zeit – mit neuen Liedern über Besuche bei der Oma, neoliberale Heilige und die europäische Grenzpolitik. Klingt, als wäre er nie weg gewesen. Und doch bräuchte man eigentlich Jahrzehnte, um zu verarbeiten, was in den letzten zwei Jahren passiert ist. Jason Bartsch gibt euch 90 Minuten: Ohne sachliche Distanz.

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19:30
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20:15
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25€
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“Ear opening”
— The Guardian

“Die Algerier haben die Melancholie des Assouf, des Wüstenblues, eingetauscht gegen schnelle Gitarrenriffs und funkige Bässe.”
— Deutschland Funk Kultur

Seit 15 Jahren fasziniert die Kultur und Musik der Tuareg die Welt. Ihre heilig-anmutenden, poetischen Songs inspirierten Songwriter wie José Gonzales or Kurt Vile, während die Virtuosität ihres Gitarrenspiels Helden à la Jimmy Page faszinierte oder der meditativ-hypnotische, spirituelle Sound Elektronic-Produzenten wie Four Tet beeindruckte.

Indem sie dem “Assouf”, dem Wüstenblues, neues Leben einhauchten, stehen sie sinnbildlich für die neue Generation der Tuareg. Während die meisten Tuareg-Künstler im Exil in den Vereinigten Staaten leben, bleiben Imarhan ein Teil ihrer Kultur, in ihrer Stadt Tamanrasset, der Hauptstadt der Tuareg. Mit ihrem eigenen Studio wurden sie zum Sprachrohr der jungen, von der Regierung vergessenen Generation der Tuareg.

Sie singen in betörender Mehrstimmigkeit zu sandigen Gitarrenriffs über die Verbindung zur Natur, Unterdrückung, die verlorene Jugend, Hoffnung.

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00:00
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20:15
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29€
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“Der finnische Musiker Jimi Tenor schafft einen besonderen Spagat: Obwohl er regelmäßig verschiedenste Genres, Einflüsse und Stimmungen verbindet und durcheinander wirbelt und man nie so genau weiß, was man als nächstes zu hören bekommt, klingt seine Musik doch immer nach Jimi Tenor.”
– Deutschland Funk

Dieser extrem produktive Künstler mag zwar seine Zeit damit verbringen, durch die nahegelegenen Wälder zu streifen, dort Pilze zu sammeln oder sich in kreativer Stimmung in sein Heimstudio zurückzuziehen, aber das neue Album Order of Nothingness (VÖ: 08.06.2018) klingt so gar nicht nach Einsamkeit. Ganz im Gegensatz dazu platzt es geradezu vor Lebenslust, Energie und Lebendigkeit. Tenor bewegt sich auf Order of Nothingness in einem referentiellen Rahmen zwischen den Hymnen des Hobo-Hippies Eden Ahbez und den Jazz-Visionen eines Yusef Lateef, getragen durch die Energie ghanaischer Highlife-Rhythmen, die allerdings von einer gehörigen Prise „krautigem“ Cosmic Jazz überzogen werden – das Ergebnis nennt sich kurz Kraut-Life: die Fröhlichkeit des Highlife trifft hier auf die romantische Melancholie des Finnen – Kraut ist im Übrigen auch fester Bestandteil der finnischen, nicht nur der deutschen Küche. „I definitely didn’t have any theme in mind“, sagt Tenor über den lebhaften und abwechslungsreichen Ton auf dem Album, „I just wanted to do an album that has some groovy beats.“ Und diese verbinden sich wie eigentlich alle Songs, die Jimi Tenor schreibt, mit Texten über Liebe und Hedonismus, verpackt in vielen Metaphern.

Tenor beschreibt die ihm eigene Art von Musik auch als „Mind Travel Music“, eine Praxis, die weiter weg liegende Planeten durch die Mittel der Phantasie und des Klangs erreichen will. „What’s the point to send our fragile bodies there? There’s no oxygen and there’s dangerous radiation. Might as well send machines there.”

Bei Konzerten überträgt Jimi Tenor seinen Ansatz der Mind Travel Music ins Publikum, vor allem, wenn er improvisiert: „ I love to try stuff on stage that has never been tried. In my regular day-to-day life I’m not a wild person, but onstage I come alive. I almost always perform with my eyes shut, if I look at the crowd…I lose the plot.”

EINLASS:
19:30
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20:15
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23€
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18€
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“One of the best live soul bands I have ever seen!”
– Al Bell (Musikproduzent, Stax Records)

Mit ihrem zeitlosen Sound, der mit Heavy Soul und Psychedelic Rock verschmilzt, haben sich Monophonics aus San Francisco zurecht den Ruf als eine der besten Live-Bands erspielt. Seit ihrer Show bei uns im Jahr 2014 wurde kaum eine Band so oft von Gästen wieder zurück auf unsere Bühne gewünscht. In der Zwischenzeit ist viel passiert. Sänger und Hammond-Organist Kelly Finnigan (Sohn von Etta James-Organist Mike Finnigan) hat mittlerweile sein gefeiertes Solo-Debüt gefeiert, die Band ist viel getourt und nach drei Vorgängern mit “It’s Only Us” ihr neustes Album veröffentlicht.

Während die ersten Aufnahmen eher von Fuzz-Gitarren, fetten Bläsersetzen und schweren Grooves der einstigen Instrumental-Gruppe geprägt waren, merkt man den neuen Songs deutlich Finnigans Produktions-Geschick an: luftig-leichte Streicher-Arrangements, verträumte Melodien, ausladende Outros und viel Feingefühl für spannende Details.

Es wäre allerdings kein Soul, wenn sich unter der warmen Sound-Decke nicht die graue Realität der Welt stecken würde: die Texte handeln von zerrütteten Beziehungen, psychischen Problemen, Waffen-Gewalt in den USA und Machtlosigkeit – mit wichtigen Kernbotschaften für Zusammenhalt, Akzeptanz und Durchhaltevermögen.

Monophonics erwecken sofort das Gefühl von “instant Classic”: sie klingen etwas aus der Vergangenheit, bei dem man sich zuhause fühlt, gleichzeitig aber auch innovativ und unverbraucht.

EINLASS:
19:00
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20:00
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Better Than Reality – Tour

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Wenn man auf ein und demselben Album Elon Musks SpaceX, den Selbstoptimierungswahnsinn der
Gegenwart und die nächtliche Konfrontation frischgebackener Eltern mit der nie versiegenden Energie
des Neugeborenen unterbekommt, gleichzeitig aber genug Raum für völlig eigene Interpretationen
bleibt, kann es sich nur um das neue Werk von Bodi Bill handeln.

Zehn Jahre nach der letzten Platte “What” weist das Berliner Kollektiv rund um den Sänger und
Produzenten Fabian Fenk endlich wieder “Zurück in die Zukunft”, mit eklektischen Sounds zwischen
Indie-Folk und Electronica und den futuristischen Themen auf “I Love U I Do”.

“Ich bin zu Beginn der Pandemie das erste Mal Vater geworden und hab mich in eine Phantasiewelt
zurückgezogen”, erzählt Fenk. Herausgekommen sind dabei zwölf Songs, die wie Mosaike den
Zustand unserer Welt skizzieren. “How can I be sure?”, singt Fenk etwa in der bereits erschienen
gleichnamigen Single – dieses Suchen durchzieht die neue Arbeit von Bodi Bill, hat es vermutlich
immer schon: der Weg ist das Ziel, die Frage ist die Antwort. Ihr mittlerweile viertes Album will sogar
noch nicht mal eines sein – eher ein Assoziations-Allerlei, ein lautes Denken, eine Playlist, wenn
überhaupt.

Diese Bedeutungsoffenheit schlägt sich schon im Titel nieder: “I Love U I Do” – ist es eine Bestätigung
für das Gegenüber? Für sich selbst? Zeugt der Nachsatz von Sicherheit – oder entlarvt er eben gerade
Unsicherheit? Geht es überhaupt um einen Menschen – oder nicht vielleicht um die Erde? “Ich muss
immer wieder daran arbeiten, nicht den Glauben zu verlieren, dass wir das mit unserer Umwelt noch
hinkriegen”, sagt Fenk. Man spürt diese Beschäftigung in den Songs. “I Love U I Do” ist ein
Soundtrack unserer fluiden, fragmentarischen Welt – das Album zur Gegenwart.

Aber da es sich hier um Bodi Bill handelt, sollte das Ganze nicht etwa staatstragend aufgefasst
werden – seine ganz typische Ironie hat sich das Projekt nach wie vor erhalten. Im Musikvideo zur
Single “Loophole Travelling” etwa steigen Fenk und ein schnurrbärtiger, blondperückter Kompagnon
als zwei Paradiesvögel in bunten Fransenfetzen aus einer Baggerschaufel (ja!), wo sie von einer
exaltierten Social-Media-Süchtigen aufgegabelt und an Leinen durch die Stadt gezerrt werden, um
unter anderem vor einem Plastikdino (ja!) für Handyfotos zu posieren, anschließend in einen Fluss
geschubst und am Ende im Wald lebendig begraben zu werden!

Der gelernte Grafikdesigner Fenk, der neben der Musik auch für alles Visuelle zuständig ist, zeigt
einmal mehr seine unbändige Kreativität. Und so ist alles im Fluss – auch die Zusammenarbeit mit den
Kollegen Anton Feist und Alex Stolze, neben denen diesmal eine Reihe neuer innovativer Köpfe
involviert ist, die Bodi Bill weniger zu einem Trio, als vielmehr zu einer Art Mind Map des Musizierens
macht. Und die vergangenen zehn Jahre waren nicht etwa untätig: Die Bandstruktur öffnete sich etwa
2012, als Fabian Fenk und Anton Feist ihr Duo-Projekt The/Das starteten. Nach dem Debütalbum
„Freezer“ (2014) erschien 2017 „Exit Strategies“, über das der Musikexpress wunderschön schrieb:
„Hauntologische Techno Tenderness für glückliche Stunden im Bett oder an der Schreibmaschine.“ Es
war eine produktive Phase, in der Fenk und Feist beim italienischen Label Life and Death
veröffentlichten und unter anderem das Techno-Duo Tale of Us remixten.

Eine ähnliche Kraft des Kollektivs hört man „I Love U I Do“ an. Die geistreiche Mischung zwischen
Indie, Folk und Elektronik brachte Bodi Bill früher Vergleiche mit The Notwist oder Moderat,
verweigert sich aber in Wahrheit Kategorisierungen, die ohnehin nicht mehr in unsere Zeit passen.
Wie hält man ihn also aus, den Wahnsinn der Gegenwart? “There’s a foul foundation of infinite
madness”, singt Fenk in “Big Gong Sounds”. Der Song beschäftigt sich mit der Frage: Wenn du auf
Sinnsuche gehst, und ich wiederum dich suche – wer kümmert sich dann um unser Baby? Es ist
dieser Zustand im Dazwischen, der Bodi Bill auszeichnet. Mit ihrer neuen Musik lässt es sich darin
aushalten.

Text: Ariana Zustra

EINLASS:
19:00
BEGINN:
20:00
ABEND–
KASSE:
20€
VORVER-
KAUF:
17€
TICKETS
HIER

Der Termin wurde vom 21.5.2021 verschoben. Alle bereits erworbenen Karten behalten ihre Gültigkeit.
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“Eine der besten Afrojazzbands der Welt kommt aus Kopenhagen!”
PRESSE
“Eine der besten Afrojazzbands der Welt kommt aus Kopenhagen!”
“Authentizität ist eben eine Frage der Haltung, nicht der Herkunft”
“This just put’s a big big smile in your face!!”

Die Tour wird präsentiert von Jazzthetik, Folker, Soultrain Online, ByteFM & wasgehtapp.de„Tropismus“ beschreibt eine „durch äußere Reize verursachte Bewegung von Teilen festgewachsener Pflanzen oder festsitzender Tiere auf die Reizquelle hin oder von dort weg“.

Dem Chemo-, Foto-, und Geotropismus stellen The KutiMangoes den Afrotropismus zur Seite: inspiriert von westafrikanischer Bambara-Tradition und dem Groove des Mali-Blues entwickeln die Musiker auf der Grundlage des Jazz und ihrer nordischen, gerne mit einem Schuss Melancholie ausgestatteten Kompositionen eine eigene, global verbundene Musik, die eine Weiterentwicklung des satten, beinahe orchestralen Bläsersounds Band darstellt.

Er spielt mit feinen Synthesizern, Soundkollagen und elektronischen Effekten, ohne den Blick auf treibende Grooves, schwelgende Melodien, dichte Atmosphäre und nicht zuletzt die exzellente künstlerische Technik der sechs Musiker zu verlieren.

Auf ihren Livekonzerten führt das des Öfteren zu wilden Tanzeinlagen des Publikums, das zwischendurch aber immer wieder Ruhe findet in gemäldeartigen, sonnenauf- und untergangsartigen Songs mit wunderbaren Melodien, filigraner Percussion und fast gehauchten Saxophonpassagen.

2013 erschienen einige Jazzmusiker auf der Kopenhagener Bildfläche, deren Ideengeber sich zum Ziel gesetzt hatten, die Faszination westafrikanischer Musik in der Tradition des grossen Fela Kuti mit der des unnachahmlichen Bassisten Charles Mingus zu verbinden; musikalisch wie auch namentlich waren damit The KutiMangoes geboren.

Schnell mischten sie zunächst die dänischen Clubs gehörig auf, ihre LP „afro fire“ wurde 2014 sogleich Dänischer Grammy Gewinner für das Best World Music Album und der in einschlägigen Radiosendern rotierende Titel “afro fire” zum Best World Music Track. Weiter gab es Nominierungen für die Best Compostitions und das Best Alternative Jazz Album.

Es folgten Festivaleinladungen selbst nach Afrika, Süd-Korea und China, eine erste Deutschland – Tour im Rahmen der Konzertreihe FANTASTISCHE MUSIK, Reeperbahnfestival, Afrika-Festival, Roskilde Festival u.v.a. sowie ausgiebige Touren. Im November 2016 folgte einer lang andauernde Tour zur euphorisch besprochenen 2. LP “made in afrika” weitere Festivals in Frankreich, Spanien, Österreich, Deutschland, Polen u.a.

Die Kooperation mit dem Sänger und Tänzer Patrik Kabré aus Burkina Faso beim ersten Album führte dazu, das zweite Album eben dort einzuspielen. Eigene sowie uralte afrikanische Kompositionen flossen ineinander und ließen bei aller Respektbekundung für die afrikanischen Wurzeln ihres Ansinnens etwas Neues entstehen.

BESETZUNG
• Gustav Rasmussen (trb/gtr)
• Michael Blicher (sax)
• Aske Drasbæk (sax)
• Johannes Buhl (keys)
• Casper Mikkelsen (drums)
• Magnus Jochumsen (perc)

EINLASS:
19:00
BEGINN:
20:00
ABEND–
KASSE:
22€
VORVER-
KAUF:
18€
TICKETS
HIER

“In der Musik von Mamas Gun tauchen die 70er-Jahre in all ihren schillernden Facetten auf. Das Quintett klingt so gar nicht nach den grauen Gestaden der Britischen Inseln, vielmehr scheint die Leichtigkeit der US-amerikanischen Westküste durch.”
– Jazzthing

Während der Turbulenzen in den letzten zwei Jahren hat die britische Soul-Band Mamas Gun ihr fünftes Album „Cure The Jones“ fertiggestellt– eine üppige, nuancierte und zeitgenössische Meditation über eine auf den Kopf gestellte Welt, eingebettet in die klassische Soul-Tradition eines Bill Withers oder Marvin Gaye.

Aufbauend auf den Vorgänger „Golden Days“ (2018) und dem Status der Band als fulminanter Live-Act repräsentieren die elf neuen Track Mamas Gun so umfassend und kraftvoll wie nie zuvor. „Cure The Jones“ ist fröhliches und raffiniertes Song-Handwerk, das Album erforscht Elemente von Liebe, Verlust, Leben und durchdringt soziale und politische Themen des heutigen Alltags. „Cure The Jones“ wurde während der Pandemie von Mamas Gun-Frontmann Andy Platts geschrieben und produziert, Schlagzeuger Chris Boot formte dazu kohärente, gospel-gefärbte Soundscapes.

Gegründet im Jahr 2009, serviert das aktuelle Fünferteam von Andy Platts (Gesang), Terry Lewis (Gitarre), Dave Oliver (Keyboards), Chris Boot (Schlagzeug) und Cameron Dawson (Bass) eine Reihe von Einflüssen auf den Tisch. Platts hat zuvor mit Rod Temperton, Brian Jackson und John Oates (von Hall & Oates) zusammengearbeitet, die Credits von Terry Lewis umfassen Arbeiten mit Leon Ware, Lewis Taylor und The Impressions. Dave Oliver betont seine Liebe zum NYC-Latin-Jazz als großen Einfluss, während Chris Boots Schlagzeug die Band in der Linie von Durand Jones und Lee Fields verwurzelt. Bassist Cameron Dawson bringt eine zeitgenössische Jazz-Funk-Sensibilität mit, die er als Teil des Vels Trio entwickelt.

Diese Mischung aus klassischen und zeitgenössischen Einflüssen hat weltweit Millionen von Streams ausgelöst und wird von der Sunday Times, Billboard, The Guardian und dem Uncut gelobt. Insgesamt brachten die ersten drei Alben der in London ansässigen Gruppe Top-10-Hits auf vier Kontinenten hervor, darunter die Nummer 1 der Singles in Japan und Top-10-Airplay-Positionen in Großbritannien und Teilen Europas; angetrieben von den ausverkauften Headliner-Tournee sowie Auftritten bei den Billboard Music Awards, dem Love Supreme, Java Jazz und Seoul Jazz Festival.

Während „Cure The Jones“ einen authentischen Vintage-Sound zelebriert, kann Platts sich als Songwriter voll entfalten und in einen Texten die Dringlichkeit aktueller Ereignisse kommentieren: „‘Cure The Jones‘ trägt die Fackel für Soul-Musik die in der Lage ist, auf sinnvolle Weise über das Leben zu reflektieren und zu unterstreichen, das großartige Soul-Alben soziales Bewusstsein bewahren können.“

Inspiriert von Scott Walker und Shuggie Otis beginnt „Cure The Jones“ mit der einnehmenden Metaphysik von “When You Stole The Sun From The Sky”, die den Moment der seismischen globalen Verschiebung durch die Pandemie einfängt. Diese Wahrnehmung zieht sich durch das gesamte Album, das sich vom ersten Gefühl der Angst und Verzweiflung zu einem Gefühl von Hoffnung und Freude entwickelt.

„Looking For Moses“ wurde am Tag des Todes von Bill Withers geschrieben und ist eine Hommage an die Soul-Legende. Geprägt von der Liebe zu Sly & The Family Stones deepem Funk-Workout “Thank You For Talking To Me Africa” ist “Party For One” ein Lobgesang auf die Gemeinschaft und die Gesellschaft unter Fremden, getragen von einer tief hängenden Bassline.

Im Stil zeitloser Soul-Songs destilliert „Good Love“ die Essenz eines Gefühls mit einem Gespür für lebendige Bilder kleinen metaphorischen Wendungen. „Ich spreche die Sprache der Soulmusik um zu reflektieren, was in der Pandemie passiert ist“, sagt Andy Platts und wird vom strukturierten und vollendeten Zusammenspiel seiner Band unterstützt. Das Album endet mit „Daffodils“, ein Rückblick und Ausblick zugleich, der mit einem beschwingten, ängstlichen Bossa beginnt und in ein erhebendes Crescendo mündet, dessen Optimismus der Kern des Albums ist: „Soulmusik ist von Natur aus von Hoffnung durchdrungen“, resümiert Platts. „Da die Rückkehr zum normalen Leben noch in weiter Ferne liegt ist es genau diese Botschaft der Hoffnung, die wir jetzt brauchen.“

Café

ÖFFNUNGSZEITEN (softclosing)
Di – Fr: 15–21 Uhr
SA: 13–21 Uhr
So: 13-19 Uhr

Unser Café

Bitte beachten: auf Grund der aktuellen Stadt-Verordnung gilt 3G in geschlossenen Räumlichkeiten – sowohl für Veranstaltungen, als auch Gastronomie. Bitte haltet hierfür eure Zertifikate bereit, am Besten digital.

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©Anja Feßer

Rote Samtvorhänge und vier Meter hohe Decken sorgen für eine gemütliche, einladende Atmosphäre zum Arbeiten, Lesen, Genießen oder Träumen. Bei unserem Kaffee achten wir auf aromatische Bohnen – kräftig für den Espresso und samtig-mild für den Caffè Crema. Auch sonst legen wir großen Wert auf qualitativ hochwertige, sowie möglichst regionale Produkte, wollen aber stets die Preise nachvollziehbar, kontinuierlich und unkompliziert halten. Außerdem gibt es täglich eine Auswahl an hausgemachten Kuchen und warmen Speisen.

©Anja FeßerFür kleine Familien-, Gruppen-, Firmenfeiern oder Gäste mit Kinderwagen eignen sich unser geräumiges Café bestens. Für Tisch-Reservierungen erreichen Sie uns unkompliziert per Telefon.

Wir backen unsere Kuchen selbst. Das Angebot reicht von Preiselbeer-Sahne-Torte mit Eierlikör, über Lavendel-, Frischkäse-Pistazie-, bis hin zu veganem Schoko-Walnuss-Kuchen. Dabei berücksichtigen wir immer Varianten für Allergiker jeglicher Art.

Unser idyllischer Biergarten ist über die Sommer-Monate reich begrünt. An heißen Tagen findet man hier ein schattiges Plätzchen mit einem Trampolin für Kinder und der nötigen Ruhe, fernab vom Straßenlärm der Stadt.

Jeden Mittwoch gibt es bei FRANZ MEHLHOSE hausgemachte Burger mit handgebackenen Brötchen, viel frischem Salat, leckeren Soßen und Extras für jeden Geschmack. Dazu: selbstgemachte Pommes. Die Patties gibt es wahlweise mit 180g Rind, 180g Wagyu-Rind, Kidney-Cheddar-Patty oder gebratener Aubergine. Zum BURGER-MITTWOCH entscheidet ihr per Karte zum Ankreuzen selbst, was drauf kommt und was nicht. Für gewöhnlich haben wir Mittwochs länger geöffnet. Zudem gibt es wöchentlich wechselnde Specials. Reservierungen per Telefon, Mail oder Nachricht auf Social Media sind ratsam. Der BURGER-MITTWOCH ist regelmäßig ausgebucht.

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