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Jimi Tenor

Sa 2.04 / 20:15 - 22:00

30€


“Der finnische Musiker Jimi Tenor schafft einen besonderen Spagat: Obwohl er regelmäßig verschiedenste Genres, Einflüsse und Stimmungen verbindet und durcheinander wirbelt und man nie so genau weiß, was man als nächstes zu hören bekommt, klingt seine Musik doch immer nach Jimi Tenor.”
– Deutschland Funk

Dieser extrem produktive Künstler mag zwar seine Zeit damit verbringen, durch die nahegelegenen Wälder zu streifen, dort Pilze zu sammeln oder sich in kreativer Stimmung in sein Heimstudio zurückzuziehen, aber seine neusten Alben Order of Nothingness und Aulos, die auf Max Weissenfeldts Philophon Records erschienen sind, klingen so gar nicht nach Einsamkeit. Ganz im Gegensatz dazu platzt es geradezu vor Lebenslust, Energie und Lebendigkeit. Tenor bewegt sich auf Order of Nothingness in einem referentiellen Rahmen zwischen den Hymnen des Hobo-Hippies Eden Ahbez und den Jazz-Visionen eines Yusef Lateef, getragen durch die Energie ghanaischer Highlife-Rhythmen, die allerdings von einer gehörigen Prise „krautigem“ Cosmic Jazz überzogen werden – das Ergebnis nennt sich kurz Kraut-Life: die Fröhlichkeit des Highlife trifft hier auf die romantische Melancholie des Finnen – Kraut ist im Übrigen auch fester Bestandteil der finnischen, nicht nur der deutschen Küche. „I definitely didn’t have any theme in mind“, sagt Tenor über den lebhaften und abwechslungsreichen Ton auf dem Album, „I just wanted to do an album that has some groovy beats.“ Und diese verbinden sich wie eigentlich alle Songs, die Jimi Tenor schreibt, mit Texten über Liebe und Hedonismus, verpackt in vielen Metaphern.

Aulos ist ein organisches Werk, das hauptsächlich mit akustischen Instrumenten eigespielt wurde. Das Berliner Philophon-Studio, in dem das Album eingespielt wurde, ist voll von ungewöhnlichen Instrumenten: Vintage-Keyboards, exotische Streichinstrumente, afrikanisches Schlaginstrumente, sogar ein ganzes Gamelan-Orchester hätte eingesetzt werden können. Für Jimi ist es jedes Mal ein Ort der Inspiration, wenn er die heiligen Hallen des Studios in Kreuzberg betritt, da exotische Klangerzeuger schon immer seine Leidenschaft waren.

Tenor beschreibt die ihm eigene Art von Musik auch als „Mind Travel Music“, eine Praxis, die weiter weg liegende Planeten durch die Mittel der Phantasie und des Klangs erreichen will. „What’s the point to send our fragile bodies there? There’s no oxygen and there’s dangerous radiation. Might as well send machines there.”

Bei Konzerten überträgt Jimi Tenor seinen Ansatz der Mind Travel Music ins Publikum, vor allem, wenn er improvisiert: „ I love to try stuff on stage that has never been tried. In my regular day-to-day life I’m not a wild person, but onstage I come alive. I almost always perform with my eyes shut, if I look at the crowd … I lose the plot.”

Details

Datum:
Sa 2.04
Zeit:
20:15 - 22:00
Eintritt:
30€
Veranstaltungskategorien:
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